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Systemzentralen schlank und effizient aufbauen

Wie organisiere ich meine Systemzentrale, um meine zukünftigen Franchise-Partner gut zu bedienen, ohne dass mir die Kosten davonlaufen? Wie kann ich meinen Pilotbetrieb oder auch zukünftige Eigenbetriebe und Niederlassungen in dieses System mit einbeziehen?

Der Konzeptionsrahmen Markenfranchise beantwortet diese und andere Fragen umfassend - sowohl junge, als auch etablierte Franchise-Systeme, die sich neu fokussieren möchten, können so zu einer zukunftsfähigen Struktur gelangen.

Grundsätzlich kommen auf ein Franchise-System im Bereich der Zentralorganisation vier Aufgaben zu: Handel, Informationsmanagement, Partnerakquisition und -betreuung sowie Systementwicklung und -dokumentation. Daneben sind die in allen Unternehmen vorhandenen internen Bereiche Personal, Finanzen und Administration mit abzudecken.

Häufig kann man in der Praxis beobachten, dass in einem Unternehmen die Filialen und Pilotbetriebe organisatorisch weitestgehend von den Franchise-Strukturen getrennt geführt werden. Dies gilt insbesondere für Systeme, die sich von einem reinen Filialsystem zu einem gemischten System (Franchise + Niederlassungen) weiter entwickeln wollen. Hier werden große Einspar- und Synergiepotenziale nicht genutzt. Denn innerhalb der Systemzentrale richtet sich lediglich der Bereich Partnerakquisition und -betreuung explizit an Franchise-Nehmer.

1. Der Bereich Handel mit den Aufgaben Eigen- und Fremdmarkenvertrieb sowie Zahlungsmanagement versorgt sowohl die Niederlassungen als auch die Franchise-Betriebe mit den gewünschten Waren und Produkten.

2. Auch das Informationsmanagement mit den Bereichen Verbraucher- und Lieferanteninformationen richtet sich an alle Outlets, unabhängig von dem Betriebstyp. Lediglich das Business-Informations-Management stellt nur die Marktinformationen des Franchise-Marktes dar und ist daher bei Niederlassungssystemen zu vernachlässigen.

3. Der Bereich Systementwicklung und -dokumentation ist zunächst bei der Entwicklung junger Franchise-Systeme damit beschäftigt, das Know-how des Systems in Handbüchern und Arbeitsanweisungen zu dokumentieren. Hierbei kann man die Bereiche Betriebstypenmanagement, Corporate Identity und Leistungsportfolio getrennt aufbauen.

In der weiteren Entwicklung des Systems werden dann neben den Dokumentations-aufgaben zunehmend Entwicklungsarbeiten in dieser Abteilung erledigt, wobei die praktische Umsetzung meistens in definierten Pilot(-eigen)betrieben oder ausgesuchten Franchise-Outlets erprobt wird.

4. Lediglich der Bereich Partnerakquisition und -betreuung dient ausschließlich den Franchise-Nehmern und -Betrieben als Anlaufstelle in der Systemzentrale. Hier werden sowohl die organisatorischen Maßnahmen zur Gewinnung neuer Franchise-Partner etabliert als auch alle systemzugewandten Dienstleistungen, die der Franchise-Nehmer bei der Systemzentrale abruft.

Häufig werden diesem Bereich auch diejenigen marktzugewandten Dienstleistungen der Systemzentrale zugeordnet, die speziell für Franchise-Outlets und deren lokale Märkte entwickelt wurden.

Zu Beginn eines Systemaufbaus werden die vier Bereiche häufig in Personalunion aufgebaut. Entscheidend ist aber auch dabei, dass von Beginn an die Grundstruktur der Organisation sauber aufgebaut wird, um zu einem späteren Zeitpunkt neu hinzukommende Mitarbeiter nahtlos integrieren zu können.

Weitere Informationen unter Systemzentralen aufbauen.

 
Mathias Dehe

Ihr Spezialist für den Auf- und Ausbau von System-zentralen 
Mathias Dehe