Der Storecheck gehört zu den zentralen Instrumenten der Systemsteuerung und -führung. Es ist eine Stichprobe, die im Laufe der Zeit wichtige Tendenzen liefert und hilft das System in stabile systemkonforme Bahnen zu lenken. So soll der Storecheck u.a. folgende Fragen beantworten: Halten die Partner das Corporate Design ein? Wie ist der Zustand der Immobilie und des Ladenbaus? Werden System-Richtlinien und Standards sowie die rechtlichen Vorschriften eingehalten? Wie ist der Service? Je nach Konzept und Branche sind die Schwerpunkte des Storechecks zu gestalten. Die Ergebnisse ermöglichen Stärken und Schwächen einzelner Partner und Systeme aufzudecken. 1. Schritt: Planung eines Storechecks Zur Planung eines Storechecks gehören folgende Punkte: b) Umfang und Detailgrad des Checks. Lassen sich einzelne Prüfpunkte priorisieren z.B. nach (A) „muss sein", (B) „sollte sein" und (C) „wäre gut". Weiter empfehlen wir zunächst nur die relevantesten Prüfpunkte aufzunehmen, um den Check-Umfang in Grenzen zu halten und die Akzeptanz bei den Partnern zu erhöhen. c) Bewertung der Prüfpunkte: Wie werden die einzelnen Prüfpunkte bewertet (3er, 5er Ranking, Ja/Nein etc.)? Wie sollen die Prüfpunkte gewichtet werden? d) Wie oft sollen die Checks durchgeführt werden? Wir empfehlen mindestens jährlich alle Partner einmal auf die Einhaltung der Systemstandards zu prüfen. Wer das System effektiv steuern will, sollte ein mehrstufiges Checksystem durchführen, in dem Prioritäten und historische Ergebnisse berücksichtigt werden. e) Kosten des Checks. Der Aufwand für die Checks muss entweder von den Partnern oder der Zentrale getragen werden - oder z.B. über ein Bonussystem: Je systemkonformer sich der Partner verhält, desto günstiger wird der Check. f) Wie werden die Ergebnisse dokumentiert? Werden die Ergebnisse aus dem Check elektronisch verwaltet oder in Ordnern - oder gibt es nur Besuchberichte? g) Wer sieht die Ergebnisse? Werden die Ergebnisse zeitnah den Partnern zur Verfügung gestellt? Wie? 2. Schritt: Aufbau eines Storechecks Ein Storecheck sollte ungefähr an die Laufwege des Kunden angepasst werden und ist demnach mindestens zu unterteilen in Außen- und Innenbereich. Innerhalb der Bereiche sind Sauberkeit, Einhaltung Corporate Design, Warenpräsentation und Warenqualität, Service, Hygiene und sonstige Systemstandards zu prüfen. Sind die Prüfpunkte definiert und priorisiert, geht es an die Bewertung der Prüfpunkte. In Tests sollte überprüft werden, ob der Check plausible und valide Ergebnisse liefert. 3. Schritt: Umsetzung und Durchführung eines Storechecks Bei der Umsetzung und Durchführung der Checks ergeben sich zwei Fragen: 1. Wie soll der Check durchgeführt werden? Werden die Ergebnisse auf einem Blatt Papier eingetragen und später in eine Tabelle erfasst und abgeheftet? Werden in einem Notebook die Ergebnisse direkt vor Ort erfasst oder - was dem heutigen technischen Stand entspricht - sollen die Ergebnisse gleich in eine mobile Anwendung für Smartphones / PDA-Phones erfasst werden? 2. Wer führt den Check durch? Führt der Partnerbetreuer die Checks durch, ein spezieller (freiberuflicher) Mitarbeiter oder ein externes Unternehmen? Auch hierfür gibt es keinen Königsweg. Es hängt vom Organisationsgrad des Unternehmens, der Anzahl der Partner und deren geographische Verteilung ab, welcher Weg zu wählen ist. Grundsätzlich hat sich aber gezeigt, dass die Auswahl der Partnerbetreuer für die Durchführung der Checks die teuerste Wahl ist. Diese Schritte sollten frühzeitig geklärt werden. Es bietet sich an, zunächst mit drei bis vier Franchise-Partnern den Check - mit dem gesamten Ablauf - zu testen und entsprechend anzupassen, bevor dieser auf alle Partner angewandt wird. Weitere Informationen unter assetpool. Für Fragen und Anregungen senden Sie bitte ein E-Mail an: frank.machwitz@assetpool.de. |
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